So unmittelbar wir die vier Jahreszeiten erfahren, angefangen mit dem Frühling, so unterschiedlich lassen sie sich definieren: klimatisch, astronomisch, meteorologisch; und der phänologische Kalender unterteilt das Jahr nach physiologisch-biologischen Gesichtspunkten, das heisst nach den Entwicklungsstadien der „Zeigerpflanzen“ in zehn Jahreszeiten.

 

Das Kirchenjahr gliedert sich in den Weihnachts-, den Oster- und den Pfingstkreis und beginnt mit dem ersten Adventssonntag, also im späten Herbst.

 

Diese drei Kreise bestimmen die Verkündigung und die Gestaltung der Gottesdienste, namentlich der kirchlichen Festtage Weihnachten, Palmsonntag, Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten.

 

Andere Akzente des Kirchenjahres setzen der Kirchensonntag, der an die Einführung der Reformation in Bern am 7. Februar 1528 erinnert, der Reformationssonntag, der sich auf den Anschlag von Luthers 95 Thesen am Vorabend des Allerheiligenfestes (31. Oktober) 1517 in Wittenberg bezieht, oder der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag, der auf den 3. Septembersonntag fällt.

 

In der Ausgestaltung dieser Feste kommen zahlreiche Elemente der Volksfrömmigkeit und des traditionellen Brauchtums zur Geltung: Umzüge und Prozessionen, szenische Darstellungen, Feuer und Licht, Blumen und Grünpflanzen.

 

Das Kirchenjahr ausführlich erklärt.