Die Gemeinde versammelt sich, um Gottes Wort zu hören, Gott zu danken, ihn anzurufen und um Vergebung zu bitten. Zum Gottesdienst gehören die Predigt, das Gebet, die Fürbitte, Segen und Kollekte; er kann auch einen besonderen Segnungsteil umfassen.

 

Für die Gestaltung des Gottesdienstes ist der Pfarrer oder die Pfarrerin zuständig. Sie stützen sich auf die vorgegebene Liturgien, doch kann die Gemeinde auch mit Gebeten, Liedern und liturgischen Traditionen anderer christlicher Kirchen und mit neuen gottesdienstlichen Formen vertraut gemacht, können Gebete und Fürbitten frei formuliert und auf die Predigt oder besondere Situationen bezogen werden.

 

In den deutschsprachigen Kirchgemeinden sollte für Predigt und Liturgie zwischen Schriftsprache und Mundart abgewechselt werden. In den Übersetzungen von Hans, Ruth und Bendikt Bietenhard: Ds Alte Teschtamänt bärndütsch: en Uswahl (Bern 1990) und Ds Nöie Teschtamänt bärndütsch (6. Auflage. Bern 1997) liegen Teile des Alten und das ganze Neue Testament in ungekünstelter Mundart vor.

 

Von jeher wird der christliche Gottesdienst musikalisch begleitet. Grundelement ist der Gemeindegesang, den die Orgel unterstützt und ergänzt. Die Darbietungen von Kirchenchören, Singkreisen, Instrumentalensembles sind auf den Gottesdienst und auf das Kirchenjahr abzustimmen.

 

Das Abendmahl im Predigtgottesdienst oder als selbständiger Abendmahlsgottesdienst gefeiert, ist die von Jesus Christus eingesetzte Feier zur Verkündigung seines Todes und seiner Auferstehung mit den Zeichen Brot und Wein. Zur Teilnahme am Abendmahl sind alle eingeladen, welche die Gemeinschaft mit Jesus Christus suchen.

 

Der Sonntagsgottesdienst kann im Zeichen ökumenischer Verbundenheit, gemeinsam mit anderen in der Region tätigen Kirchen und christlichen Gemeinschaften gefeiert werden.

 

Gottesdienste sind öffentlich. Das Geläute ist dafür ein Zeichen.